IKARUS, No. 1
Elfenbeinspechte (Campephilus principalis)

Erkennbar sind diese an dem weißen Halsstreifen, den der Kaiserspecht nicht hat. Diese Art ist definitiv ausgestorben, auch wenn immer mal wieder fragwürdige Berichte über aktuelle Sichtungen in hochrangigen Fachzeitschriften erscheinen. Wie der Kaiserspecht war auch der Elfenbeinspecht in Nordamerika weit verbreitet, bis die Art in den 1920er Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent als ausgestorben galt. Später gab es vereinzelte Sichtungen in den ehemaligen Brutgebieten in den Wäldern Louisianas und 1987 auf Kuba. Aber auch dort gilt der Elfenbeinspecht heute als ausgestorben. Alle angeblichen Sichtungen dieser Art ab der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts sind hochgradig fragwürdig.
Für das im Vordergrund abgebildete Männchen (InvNr MTD-C55811) liegen außer der Herkunft aus Nordamerika keine Sammeldaten vor. Das im Hintergrund abgebildete Weibchen (InvNr MTD-C61842) wurde im Jahr 1824 auf Kuba (Savana de Maeuriges) gesammelt. Es gehört zur kubanischen Unterart Campephilus principalis bairdii.

Quelle:
Dr. Martin Päckert, Sektionsleiter Ornithologie, Senckenberg Institut