ANIMA, No. 21
Massai-Löwe (Panthera Leo)

Der Löwe (Panthera leo) gehört zur Ordnung der Raubtiere, zur Familie der Katzen und ebenso wie der Tiger, der Jaguar, der Leopard und der Schneeleopard zur Gattung der Pantherkatzen. Bis vor kurzem wurden innerhalb der Art der Löwen zwei Unterarten folgendermaßen unterschieden: der Afrikanische Löwe P. l. leo und der Asiatische Löwe P. l. persica. Neuere Studien haben nun aber gezeigt, dass die Löwen in Asien und West- und Zentralafrika näher miteinander verwandt sind als jene in Süd- und Ostafrika.

Löwen sind die Top-Prädatoren in ihrem Lebensraum, stehen also an der Spitze der Nahrungskette und sind somit ein besonders wichtiger Teil des natürlichen Nahrungsnetzes.

Die Gesamtzahl des Bestandes wird heute auf 18.000-32.000 Tiere in Afrika und ca. 523 Löwen in Asien geschätzt. Dabei geht die Weltnaturschutzunion IUCN davon aus, dass die tatsächliche Anzahl der Löwen in Afrika näher bei 20.000 als bei 30.000 Tieren liegt. Damit hätte die Zahl der Löwen in Afrika in den letzten zwei Jahrzehnten um etwa 43 Prozent abgenommen. In Afrika haben die Löwen bis heute ca. 78 Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes verloren. Untersuchungen der Forscher um Jason Riggio aus dem Jahre 2013 besagen, dass die meisten Löwen, knapp 20.000 Tiere in Ostafrika leben sollen, gefolgt von ca. 12.000 Löwen im südlichen Afrika, etwa 2.500 Löwen in Zentralafrika und 480 Löwen in Westafrika. In Asien sind es des Weiteren 523 Löwen in Westindien.

In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind Löwen als gefährdet gelistet. Dabei gelten die Löwen in Südafrika als nicht gefährdet und die in Westafrika als vom Aussterben bedroht. Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES sind die asiatischen Löwen im Anhang I gelistet. Jeder internationaler kommerzieller Handel ist somit verboten. Die afrikanischen Löwen sind im Anhang II gelistet. Ein kommerzieller Handel ist somit nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrlandes möglich.

Die Trophäenjagd ist in folgenden Ländern erlaubt: Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Mali, Mosambik, Namibia, Sambia, Senegal, Somalia, Sudan, Südafrika, Tansania, Togo, Uganda und Zentralafrikanische Republik. Eine spezielle Art der Trophäenjagd ist das besonders in Südafrika verbreitete und so genannte Canned Hunting. Dabei findet die Jagd von in Gefangenschaft gezüchteten Löwen in umzäunten Gehegen statt. Diese „Gatterjagd“ wird vom Tierschutz scharf kritisiert und ist auch ein Problem für den Artenschutz, denn es werden für die Zucht immer wieder Tiere aus der Wildnis gefangen. Mehrere Versuche das Canned Hunting in Südafrika zu verbieten sind allerdings bisher gescheitert.

Heute ist das Überleben der Löwen durch zahlreiche Bedrohungen gefährdet, dazu gehören der Handel mit Löwenknochen als Ersatz für Tigerknochen zur Verwendung in der Traditionellen Asiatischen Medizin, Tötungen in Folge von Mensch-Wildtier-Konflikten, Lebensraumverlust, Beutetiermangel, Zufallsopfer der Buschfleisch-Wilderei, Krankheiten und nicht nachhaltige Trophäenjagd.

Quelle: WWF

Der Massai-Löwe (Panthera leo massaicus), kommt in Ost-Afrika vor. Löwen sind die einzigen Großkatzen, die in Rudeln leben und jagen. Der Löwe war noch in historischer Zeit von Nord-Afrika bis nach Indien und in Griechenland verbreitet. In vielen Kulturen steht er als Symbol für Kraft und Stärke und findet sich deshalb unter anderem in vielen Wappen von Adelsfamilien wieder.
Das hier ausgestellte Pärchen wurde 1931 vom berühmten Taxidermist Herman H. ter Meer fertiggestellt.

Quelle: Senckenberg Institut